Sauberkeit für komplexe Umformwerkzeuge

 In Anwenderbericht

Spritzgusswerkzeuge effizient von Bearbeitungsrückständen befreien: Die Brandt GmbH konstruiert, produziert und serviciert Spritz- und Druckgusswerkzeuge. Die Umstellung auf automatische Reinigung in einer Teilereinigungsanlage von Render mit darauf abgestimmter WIGOL-Prozesschemie führte bei reduziertem Zeitbedarf zu besseren Ergebnissen und zu deutlichen Verbesserungen der Arbeitsplatzqualität.

Kunststoffteile können eine hohe Komplexität aufweisen und sie müssen je nach Einsatzzweck verschiedene Anforderungen erfüllen. In größeren Stückzahlen produziert werden sie im Spritzgießverfahren. Seit über 35 Jahren erzeugt die Brandt GmbH innovative und kundenspezifische Werkzeug- und Formenbaulösungen für den Kunststoffspritzguss, den Metalldruckguss und die Herstellung von Silikongummiteilen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Inzersdorf bei Kirchdorf an der Krems in Oberösterreich, inmitten eines Zentrums des Kunststoffwerkzeugbaues.

Von hier aus beliefert es Kunden aus zahlreichen Branchen wie den mehrheitlich an dem Werkzeugbauer beteiligten österreichischen Stecksystem- und Verteilerhersteller PC Electric. Kunden schätzen neben der hohen Produktqualität vor allem, dass sie von dem flexiblen, familiären Unternehmen alles rund um die Formen und Werkzeuge aus einer Hand erhalten, von der Konstruktion über die Produktion bis zur Reparatur oder lebensverlängernden Aufarbeitung.

Steigende Reinheitsanforderungen

Die meist großen und komplexen Formen müssen im Betrieb hohen Drücken standhalten. Sie werden mit einem hohen Automatisierungsgrad auf CNC-gesteuerten Maschinen in einer klimatisierten Halle spanabhebend bearbeitet. Nach der mechanischen Bearbeitung müssen die Teile von Spänen und Kühlschmierstoff befreit werden.

„Die Anforderungen an die Teilereinheit ist hoch, jede Verunreinigung kann später zum Problem werden“, weiß Roland Lattner, der bei Brandt unter anderem die Beschaffung von Maschinen und Werkzeugen verantwortet. „Zusätzlich dürfen die Teile keine Reinigungsmittelrückstände aufweisen.“

Grenzen der manuellen Reinigung

Früher erfolgte die Teilereinigung von Hand an Pinselwaschtischen. „Diese Tätigkeit musste mit Maske und Schutzbrille ausgeführt werden“, berichtet Roland Lattner. „Zudem verschlechterte sich dadurch in der ganzen Halle die Luftqualität.“ Andreas Parkfrieder, Leiter Erosion und Messtechnik, Sicherheitsvertrauensperson und Brandschutzbeauftragter bei der Brandt GmbH, empfahl zur Verbesserung der Arbeitsplatzqualität sowie der Reinigungsergebnisse an den Bauteilen eine zeitgemäße, saubere Lösung für die Teilereinigung.

Ein Kriterium für den automatischen Reinigungsbetrieb war die Notwendigkeit, im Zuge von Wartung oder Überholung älterer Werkzeuge auch im Betrieb stark verschmutzte Teile mit hohem Stückgewicht zu reinigen. Dazu kommen bei allen Werkzeugteilen zahlreiche Kavitäten und die steigenden Qualitätsanforderungen der Kunden.

Das finale Abblasen der Teile nach der Reinigung im geschlossenen Reinigungsraum und die Dampfschwadenabsaugung haben die Arbeitsplatzqualität verbessert, und das nicht nur für das reinigende Personal, sondern in der ganzen Halle.

Auswahl per Test abgesichert

Auf der Suche nach der passenden Lösung für ihre Herausforderung bei Teilereinigung und Arbeitsplatzqualität stießen Roland Lattner und Andreas Parkfrieder auf die MAP PAMMINGER GMBH. Der herstellerunabhängige Anbieter von Anlagen, Reinigungschemie und Zubehör im nahen Gmunden empfahl nach Beurteilung der Anforderungen eine Reinigungsanlage auf wässriger Basis des deutschen Herstellers Georg Render GmbH.

MAP PAMMINGER stellte Brandt eine solche Anlage für Tests unter Echtbedingungen leihweise zur Verfügung. „Wir hatten uns mehrere Fabrikate angesehen und eine ähnliche Reinigungsanlagen eines anderen Herstellers in die engere Wahl genommen“, erinnert sich Roland Lattner. Trotz der geringfügig höheren Investitionskosten entschieden sich die Produktionstechniker von Brandt für die Render-Anlage. „Ausschlaggebend dafür waren die deutlich bessere Verarbeitungsqualität, die höhere Personensicherheit und das überlegene Bedienkonzept“, betont Andreas Parkfrieder.

Reinigungsanlage mit Eingriffsmöglichkeit

Aufgrund der Anforderungen bezüglich Teilegröße und -gewicht schaffte Brandt eine Render WE 115 AM mit 1.150 mm Korbdurchmesser mit 300 kg Traglast an. „In der Reinigungsanlage werden die Werkzeuge im sich drehenden Korb dreidimensional über zwei Pumpen und zwei separate Düsensysteme beaufschlagt. Während ein System über Fächerdüsen verfügt, reinigen am anderen Punktstrahldüsen effizient die Bauteile“, präzisiert Daniel Leeb, Gebietsleiter Oberflächentechnik für Zentral- Ost- und Südösterreich bei der MAP PAMMINGER GMBH. „Unterschiedliche Reinigungsdüsen bieten unterschiedliche Abspülmechanismen.“

Als Zusatzausstattung verfügt die Render-Anlage über die AM-Ausführung zur zusätzlichen manuellen Reinigung. Hier kann man wahlweise einen 100 bar Hochdruckreiniger, eine Pinselwascheinrichtung und eine Handpistole zum Abblasen der Teile mit Druckluft nutzen. „Die Ausführung dieser Einrichtung für die manuelle Reinigung ist deutlich praxisgerechter ausgeführt als bei allen Anlagen von anderen Herstellern, die wir im Zuge unserer Suche begutachten konnten“, erklärt Roland Lattner.

Andreas Parkfrieder, Leiter Erosion und Messtechnik, Sicherheitsvertrauensperson und Brandschutzbeauftragter, und Roland Lattner, Arbeitsvorbereitung bei der Brandt GmbH sowie Daniel Leeb, Vertriebsleiter Oberflächentechnik Zentral- Ost- und Südösterreich der MAP PAMMINGER GMBH (von links) mit der Render WE 115 AM, die neben der zuverlässigen Reinigung für eine angenehmere Arbeitsatmosphäre sorgt.

Schnell, sauber und umweltfreundlich

„Der etwa 15-minütige Reinigungsdurchgang findet in der geschlossenen Maschine statt, ebenso das Trocknen mittels Druckluft und gelegentlich bei extremer Verschmutzung erforderliche Nacharbeiten“, betont Andreas Parkfrieder. „Das macht die Arbeit der mit der Teilereinigung betrauten Personen leichter und verbessert die Arbeitsplatzqualität in der gesamten Halle.“ Da während des eigentlichen Reinigungsvorganges niemand anwesend sein muss, haben die Mitarbeiter zudem mehr Zeit für andere Tätigkeiten. Für ein zuverlässiges Abreinigen von Kühlschmierstoff, Öl und Spänen ohne Schaumbildung sorgt das ebenfalls über MAP PAMMINGER bezogene Entfettungskonzentrat von WIGOL.

 

,,Die Reinigung ohne manuelle Arbeit und das Trocknen mittels Druckluft in der geschlossenen Maschine macht die Arbeit der mit der Teilereinigung betrauten Personen leichter und verbessert die Arbeitsplatzqualität in der gesamten Halle.“ Andreas Parkfrieder, Leiter Erosion und Messtechnik, Sicherheitsvertrauensperson und Brandschutzbeauftragter, Brand GmbH

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